journalist 6/2019
Von der Kraft des Streitgesprächs
Wir haben Nikolaus Blome und Jakob Augstein zum Streiten eingeladen. Und das haben sie dann auch getan. (Foto: journalist)

Nikolaus Blome und Jakob Augstein liegen politisch weit auseinander. Aber sie lieben den Disput. journalist-Chefredakteur Matthias Daniel erklärt, warum wir die beiden Journalisten für unsere Juni-Ausgabe zum Interview getroffen haben.

Wann haben Sie sich das letzte Mal mit jemanden zusammengesetzt, um zu streiten? Also ernsthaft zu streiten. Sachlich, inhaltlich, neugierig. Machen wir wahrscheinlich alle viel zu selten.

Jakob Augstein und Nikolaus Blome streiten sich schon aus beruflichen Gründen regelmäßig, und das seit vielen Jahren. Seit 2011 diskutieren die beiden Journalisten miteinander für den Dokumentationskanal Phoenix. Der eine eher links, Verleger des Freitags, der andere eher rechts, stellvertretender Bild-Chefredakteur.

Wir haben Blome und Augstein in einem Berliner Café zum gepflegten Schlagabtausch getroffen und gefragt, warum sie das eigentlich so gerne machen. „Es geht darum, die Argumente des anderen zu prüfen“, sagt Jakob Augstein. „Aber auch ums Gewinnen“, sagt Nikolaus Blome.

Natürlich sind Augstein und Blome nicht nur Profis im Streiten, sondern auch in der Inszenierung. Die beiden schreiben Bücher zusammen, sitzen gemeinsam auf Podien. Das ändert aber nichts daran, dass sie ein ebenso großartiges wie simples Format betreiben: auf Augenhöhe miteinander streiten. Dabei pflegen sie einen Umgang, der in diesen Zeiten fast verloren gegangen scheint. Scharfzüngig und überzeugt, dabei gelassen und (selbst)ironisch.

Das Blome/Augstein-Gespräch mit journalist-Autor Jan Freitag über den Berliner Politikbetrieb, über Streitkultur und Filterblasen, und die Erklärung dazu, warum Nikolaus Blome ausgerechnet Augstein anrufen würde, wenn er mal in eine Notsituation geraten sollte, lesen Sie in der Juni-Ausgabe des journalists. Neugierig? Dann hier kostenloses Probeheft bestellen.

Die Redaktion - 6.6.2019